Wärmepumpentrockner

Wärmepumpe im Wäschetrockner?

Die Wärmepumpe ist aktuell angesagt wie nie. Sie spart Energie beim heizen – Nicht nur im Haus, auch im Wäschetrockner!

Wieviel Energie spart ein Wärmepumpentrockner?

Ein aktueller Wärmepumpentrockner der Energieeffizienzklasse A+++ benötigt 177 kWh elektrische Energie im Jahr, ein aktueller „normaler“ Kondenstrockner der Energieeffizienzklasse B benötigt dafür 560 kWh.

Der Jahresverbrauch des Wärmepumpentrockners liegt in diesem Beispiel also um 383 kWh niedriger, das würde bei einem Strompreis von 0,36 € pro kWh eine Ersparnis von 137,88 € jährlich bedeuten.

Der Jahresverbrauch wird auf dem EU-Energielabel (Für Wäschetrockner gilt noch das „alte“) auf 160 Standard-Trocknungsvorgängen im Jahr hochgerechnet, also gute drei Trockenvorgänge in der Woche. Trocknen Sie häufiger, fällt die Ersparnis natürlich umso höher aus.

Vergleich Wärmepumpentrockner mit Kondenstrockner
Andreas Boljat mit den Vergleichsgeräten

In der Beispielrechnung werden bewusst zwei aktuelle Geräte miteinander verglichen, der Wärmepumpentrockner Miele TEC575WP mit dem Kondenstrockner Siemens WT43N202. Ist Ihr vorhandenes Gerät älter, oder vielleicht sogar noch ein Abluftgerät, fällt die Ersparnis wahrscheinlich nochmals höher aus.

Was macht die Wärmepumpe im Wäschetrockner?

Mit Hilfe der Wärmepumpe wird die zum trocknen benötigte Luft erwärmt und, nachdem sie die Feuchtigkeit aus der Wäsche aufgenommen, hat wieder abgekühlt.

Kompressor und Antriebsmotor eines Wärmepumpentrockners
Der Kompressor (Links) ist das Herzstück der Wärmepumpeneinheit. Der Antriebsmotor (Rechts) treibt Trommel und Gebläse an.

Die Wärmepumpeneinheit besteht aus einem Kompressor, der ein Kältemittel mit Druck verdichtet und dadurch Wärme erzeugt (Wie bei einer Luftuftpumpe auf deren Anschluss man seinen Finger hält und pumpt). Durch diesen Verdichter wird die Luft erwärmt und mit einem Gebläse durch die feuchte Wäsche geleitet, die durch die Drehung der Trommel ständig umgelagert wird. Die warme Luft nimmt dabei einen Teil der Feuchtigkeit der Wäsche auf und transportiert sie durch die Flusensiebe zum Wärmetauscher.

Wärmetauscher eines Wärmepumpentrockners
Der Wärmetauscher besteht aus vielen feinen Lamellen, er ist bei einem Wärmepumpentrockner fest im Gerät verbaut.

In dieser Einheit verliert das vorher durch den Kompressor verdichtete Kältemittel seinen Druck, und erzeugt dabei Kälte (Wie bei einer Gasflasche aus der Gas strömt). Durch die Lamellen, die vom Kältemittel gekühlt werden, wird die feucht-warme Luft geleitet und das enthaltene Wasser kondensiert beim Abkühlen der Luft. Das Kondenswasser wird aufgefangen und von einer Pumpe in eine Schublade in der Bedienblende gepumpt.

Die abgekühlte und trockene Luft wird danach wieder vom Verdichter erwärmt und erneut durch die Wäsche geschickt, dieser Kreislauf wiederholt sich so lange bis die Wäsche trocken ist.

Welche Anschlüsse benötigt ein Wärmepumpentrockner?

Ein Wärmepumentrockner ist ein Kondenstrockner. Darum benötigt er auch nur eine normale 230V Steckdose und keinen Anschluss für einen Abluftschlauch. Die Wärmepumpe ist fest verbaut, sie benötigt ebenfalls keine zusätzlichen Anschlüsse und ist wartungsfrei. Das entstehende Kondenswasser wird in einer Schublade in der Blende gesammelt, diese muss nach jedem Trockenvorgang geleert werden.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Wärmepumpentrockner?

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Ein Wärmepumpentrockner hat, gegenüber einem „alten“ Abluft- oder Kondenstrockner natürlich auch Nachteile:

  • Geschwindigkeit – Ein Wärmepumpentrockner arbeitet mit weniger Temperatur als ein elektrisch beheizter Trockner, außerdem benötigt die Wärmepumpe eine gewisse Zeit bis die Arbeitstemperatur erreicht ist. So benötigt ein aktueller Wärmepumpentrockner schon einmal knappe drei Stunden pro Trockengang, wo ein „alter“ Trockner mit 1,5 – 2 Stunden Laufzeit auskam.
  • Trockengrad – Ältere Geräte gaben sehr viel Temperatur in die Wäsche und übertrockneten die Wäsche damit sogar, die Wäsche kam oftmals knochentrocken und heiß aus dem Gerät. Bei Wärmepumpentrocknern ist alles auf Effizienz und Wäscheschonung ausgelegt, er trocknet genau bis zum gewünschten Trockengrad. Je nach Gewohnheit kann dieser als zu feucht wahrgenommen werden. Bei vielen Geräten kann dieser Trockengrad verändert und auf die Kundenwünsche programmiert werden.
  • Reinigungsaufwand – Da der Wärmetauscher bei einem Wärmepumpentrockner fest verbaut ist, muss dieser unbedingt sauber gehalten werden. Darum sind bei Wärmepumpentrocknern mehr und feinere Flusensiebe verbaut, die für eine dauerhafte Funktion konsequent sauber gehalten werden müssen. Hier verziehen alte Geräte eher mal eine vergessene Reinigung als aktuelle Geräte.
Filtersystem eines Wärmepumpentrockners
Steven Possehl mit den einzelnen Filterstufen eines aktuellen Wärmepumpentrockners

Trotz der Nachteile ist der Wärmepumpentrockner die mit Abstand meistverkaufte Trocknervariante, einfach aufgrund der deutlichen Vorteile:

  • Wäscheschonung – Ein Wärmepumpentrockner arbeitet mit einer deutlich geringeren Temperatur als ein elektrisch beheizter Trockner. Dadurch können in diesem Trocknertyp selbst empfindliche Textilien ohne Schäden getrocknet werden.
  • Feuchtigkeits- und Wärmeabgabe in den Raum – Die feucht-warme Luft verlässt den Trockner nicht, anders als bei einem Ablufttrockner. Die Raumluft wird auch nicht direkt zum kühlen der Prozessluft verwendet, wie bei einem elektrisch beheizten Kondenstrockner. Der Raum in dem das Gerät steht wird also nicht zum feucht-warmen Tropenhaus, das schont Möbel und Wände.
  • Energieverbrauch – Hier ist die Wärmepumpentechnik unschlagbar. Eine Stromersparnis von mehr als 60 % gegenüber elektrisch beheizten Kondenstrocknern ist hier die Regel. Gegenüber einem Ablufttrockner ist die Ersparnis sogar noch höher, besonders wenn man bedenkt, dass die ggf. durch die Heizungsanlage des Hauses erwärmte Raumluft gemeinsam mit der vom Gerät erwärmten Luft bei diesem System buchstäblich „aus dem Fenster“ geblasen wurde.

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